Anschlusssperrung

Bei einer Anschlusssperrung wird der Netzwerkport gesperrt, sodass der Anschluss gar nicht mehr funktioniert. Ob und warum ein Anschluss gesperrt ist, erfährt man an der Hotline (Telefoncomputer) vom beim Technischen Support während der Sprechzeiten.

Nach einer Anschlusssperrung sind die folgenden zwei Dinge zu tun, damit der Anschluss wieder genutzt werden kann:

  1. Ursache für die Sperrung beheben (siehe unten)
  2. den Anschluss nach Behebung der Ursache freischalten


UPNP-Server

WLAN-Router oder Windows Rechner mit aktiviertem Internet-Connection Sharing können per Universal-Plug-and-Play (UPNP) im Netz mitteilen, das sie selber als Internet Gateway (Internet Zugang) arbeiten. Dies führt bei anderen Windows-PCs mit aktiviertem UPNP-Client (Service Discovery) dazu, das der Internetzugang gestört wird. Aufgrund dieser Netzstörung werden alle Nutzer die per UPNP einen Internetzugang anbieten (WAN Gateway), abgeschaltet. Das Problem kann selbst behoben werden. Dazu schaltet man den UPNP-Server ab und entsperrt danach den Anschluss über die Hotline. Die Anleitungen zum Abschalten des UPNP-Servers findet man unter den folgenden Links.

Bei WLAN Routern, die sich als UPNP server melden, schaut man bitte in der Dokumentation des Routers nach, wie UPNP deaktiviert werden kann.

Danach muss der Anschluss wieder freigeschaltet werden.

IPv6-Router-Advertisements

Einige Computer mit Windows Vista, Windows 7 oder Windows 8 sind falsch konfiguriert und senden die sogenannten IPv6-Router-Advertisements in Netzwerk. Man gibt sich damit als IPV6 Router aus. Da solche Computer den Netzwerkbetrieb massiv stören würden, werden die Anschlüsse gesperrt. Zum beheben des Problems deaktiviert man entweder das ganze IPv6-Protokoll oder man deaktiviert die IPv6-Router-Advertisments und entsperrt danach den Anschluss über die Hotline.

Windows 7 und Windows Vista:

Danach muss der Anschluss wieder freigeschaltet werden.

Verstoss gegen die Nutzungsbedingungen (manuelle Änderung der IP/ARP-Spoofing)

Ein Endgerät (PC, WLAN-Router, …) an dem gesperrten Anschluss hat gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. Hierbei geht es insbesondere um Endgeräte, bei denen manuell eine Netzwerkadresse (IP-Adresse) eingestellt wurde. Im Netz müssen alle angeschlossenen Geräte die IP-Adresse automatisch per DHCP beziehen, damit Störungen durch Adresskonflikte vermieden werden. Es gibt weitere Gründe warum der Anschluss gesperrt wurde, die auf dieser Informationsseite weiter beschrieben werden.

Nach Behebung des Problems muss der Anschluss wieder freigeschaltet werden.

Virusinfektion

Bei gemeldeten Vireninfektionen (z.B. bei Spamversand durch den eigenen Rechner) werden Anschlüsse gesperrt an denen vireninfizierte Endgeräte aktiv sind. Bei Sperrungen wegen einer Vireninfektion handelt es sich um einen Virus oder Trojaner, der auch Dateneingaben über die Tastatur abfangen kann. In solchen Fällen sollte das angeschlossene Endgerät auch im eigenen Interesse vollständig gesäubert werden. In den allermeisten Fällen kann dies nur durch eine vollständige Neuinstallation des Rechners sinnvoll erfolgen. Danach kann der Anschluss vom Technischen Support wieder freigeschaltet werden.

DHCP-Server

Manche User schließen, meist unwissentlich, DHCP-Server ans Netzwerk an, was nicht zulässig ist, da es den Netzwerkbetrieb massiv stören würde. Der Anschluss wird dann gesperrt. In den meisten Fällen wurde ein LAN-Port eines WLAN-Routers, auf dem der DHCP-Server aktiv ist, mit dem Netzwerk verbunden. Das Endgerät muss in so einem Fall richtig konfiguriert werden, so das kein DHCP-Server mehr auf dem Endgerät aktiv ist.

Danach muss der Anschluss wieder freigeschaltet werden.

Andere Sperrungen

Ein Anschluss kann immer dann gesperrt werden, wenn gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen wird. Ein Anschluss wird definitiv immer dann gesperrt, wenn von ihm eine systemrelevante Störung des Netzwerks ausgeht, wie z.B. DOS-Angriffe.

Zuletzt geändert: 20.10.2014